Zu Gast beim Burgermeister in Frankfurt


Nicht, dass es Tradition werden würde. Aber auch am gestrigen Donnerstag haben wir weder Kosten noch Mühen gescheut und uns erneut auf die dramatische Suche nach DEM Burger in Deutschland begeben. Und da diese Stadt doch einige Alternativen dafür bietet, landeten wir wieder einmal in Frankfurt bei

Burgermeister
Dreieichstraße 20
60594 Frankfurt am Main

Der Burgermeister wurde uns empfohlen und auch im Internet fanden sich relativ gute Kritiken für diesen ziemlich neuen Imbiss. Ich sage bewusst Imbiss, denn der Burgermeister ist kein Restaurant. Zwar kann man innen und außen an einigen wenigen Tischen sitzen bzw. an Stehtischen stehen, aber der Laden bietet sich auch zum schnellen Takeaway an. Etwas verwundert war ich über die Karte, denn ich hatte eigentlich einen Schwerpunkt auf Burger erwartet, allerdings gab es auch einige (experimentelle) hessisch angehauchte Gerichte auf der Karte. Nun ja, probierte ich nicht. Dafür aber die Zitronenlimo von einem Hamburger (die Stadt) Hersteller und die French Fries (die waren super).


Wir blieben natürlich hauptsächlich bei den Burgern, die sicherlich aus Gründen den Namen „Otto“ tragen und in kleinen (100g) sowie großen (160g) Größen zu haben sind. Wir testeten den Käse-Otto und den Otto Deluxe sowie die Sesambrötchen und die Vollkornbrötchen. Der Deluxe wurde mit spezieller Burgercreme angeboten sowie Standardzutaten wie Salat, Gurke, rote Zwiebeln und Tomate. Und alles kam auf diesen ziemlich coolen Keramiktellern in Papp-Optik.

Soweit die Theorie. Und bei dem was jetzt folgt, tue ich mich etwas schwer. Auf die Frage „Waren die Burger gut?“ könnte ich nicht „Nein“ sagen. Auf die Frage aber, ob ich mir so DEN Burger vorstelle, könnte ich aber auch nicht „Ja“ sagen.

Keine Frage, die Burger waren sehr frisch. Sowohl das Fleisch (kein TK, kommt standardmäßig medium), die Brötchen als auch die Beläge waren in Ordnung (wenngleich der Salat teilweise etwas welk war). Die Burgercreme war… hm… ich nenne es mal „ok“. Auf jeden Fall Mayo-basiert. Das Fleisch war anscheinend mit Chilipulver/flocken gewürzt und durchaus würzig, dafür war es nur sehr wenig gesalzen (Salz stand wenigstens auf dem Tisch). Insgesamt schmeckten beide Burger sehr gesund, was u.a. auch daran lag, dass neben den Essiggurken auch noch Salatgurken drauf waren. Objektiv ist dagegen nichts einzuwenden, aber ich mag Burger besonders, wenn sie ungesund schmecken. Der Käse auf dem Käse Otto war wohl Cheddar (?), zumindest sehr kräftig und hat den Geschmack des ganzen Burgers sehr dominiert. Ist auch Einstellungssache wie man das findet. Ich fand es ok, kann mir aber vorstellen, dass andere das nicht so toll finden. Und auch die Brötchen waren zwar gut, aber auch nicht „typische“ Hamburgerbrötchen. Eher Brötchen als Softbun. Muss man auch mögen.

Wie fand ich das nun? Das klang zwar kritisch, was ich schrieb, aber ich muss differenzieren. Beim Burgermeister hat man sich Gedanken gemacht und ein Konzept. Man hat sich Gedanken gemacht über das Fleisch, über die Brötchen und über die Beläge sowie über die Soßen. Ich werde hier sicherlich kein schlechtes Wort über einen Laden verlieren, der frische Zutaten verwendet. Dieses Konzept zieht man durch und das finde ich gut. Aber insgesamt schmeckte es für mich, ganz subjektiv, nicht nach Burgern, wie ich sie mir vorstelle. Zumindest nicht nach DEM Burger. Und deshalb geht die Suche weiter!