Bolero Braunschweig

Nach einer langen Autofahrt und dem Wunsch nach etwas Gutem zu essen zog es uns in eine burgertechnisch aus unserer Sicht noch unbefleckten deutschen Stadt: Braunschweig. Nach intensiver Internet-Recherche und sorgfältiger Analyse der Speisekarte entschieden wir uns für dieses Restaurant:

Bolero Braunschweig
Lange Str. 60
38100 Braunschweig

Anscheinend ist Bolero eine Bar/Fast Food-Kette die hpts. im norddeutschem Raum vertreten ist und sich in vielen mittelgroßen und großen Städten eingenistet hat. Gelockt hatte uns die Karte. Im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Burgerläden verzichtet man bei Bolero auf Menüexperimente. Es gibt eine klassische Auswahl an Burgern und sogar einen Bisonburger auf der Karte. Diese Tatsache überzeugte uns wir gingen mit viel Hunger und Spaß ran an die Sache. Das Interieur des Ladens ist in Ordnung aber jetzt nicht weiter erwähnenswert. Wir starteten mit zwei Vorspeisen. Wir bestellten einmal Nachos und einmal Chicken Wings. Da diese hier nicht bewertet werden, nur ein kleiner Tipp: Finger weg vom Finger Food!Nun zu den Burgen. Wir bestellten jeweils einen Double Chesseburger mit extra Bacon (+ 0,50 Cent) und Pommes. Dazu gibt es gratis Majo und Ketchup. Als der Burger nach ziemlich langer Lieferzeit gebracht wurde, war ich aufgrund der Vorspeisen zwar nicht mehr so hungrig aber dennoch voller Testhunger. Die Anordnung des Tellers fand ich schon mal die erste Enttäuschung. Der Teller kostete 11,50€ und war halb leer. Ich meine, da lag eben ein Burger drauf und gefühlte drei „American Fries“ daneben. Dafür, dass der Burger doppelt so viel kostet wie ein Kettenburger hätte ich einfach mehr Essen erwartet. Wenn schon nicht durch Quantität dann kann man ja noch durch Qualität überzeugen.

Der erste Biss in den Burger war schwierig. Vom Aussehen her lecker aber vom Geschmack entpuppte sich der Burger schnell als Mogelpackung. Das Brötchen, welches meiner Auffassung nach viel Potenzial hatte, war ungetoastet. Maximal war es mal kurz in der Mikrowelle aber dieser Zeitpunkt lag schon länger in der Vergangenheit zurück. Jetzt zum Herzstück, dem Fleisch. Dieses Tiefkühlprodukt war einfach nicht gut. Es schmeckte nach Gefrierbrand oder ohne Deckel über lange Zeit in der Kühlung gelagert. Außerdem war es komplett ungewürzt, so dass ich ständig mit Salz und Pfeffer nachwürzen musste. Für mich war das einfach lieblos und wahrscheinlich einfach kein gutes Produkt. Die Gemüse-Zutaten auf dem Burger waren zumindest frisch aber für mich nicht entscheidend. Gut war auch der Bacon, der allerdings Schwierigkeiten hatte, gegen den TK-Geschmack der Patties zu wirken. Zu guter letzt erschließt sich für mich der Sinn von Salatgurke auf dem Burger einfach nicht aber Geschmäcker sind ja verschieden.

Alles in allem also eher einer Burger-Enttäuschung als eine Offenbarung. Sowohl in Quantität als auch in Qualität ist noch Entwicklungspotenzial und große Schritte sind zu tun. Wir waren zwar satt aber nicht zufrieden! Um zum Schluss noch etwas positives zu sagen: „Die Pommes waren lecker!“, dass war es dann aber auch schon.

One Reply to “Bolero Braunschweig”

  1. Sieht optisch gar nicht so unlecker aus. Aber wenn das Pattie TK ist, dann ist das immer ne schwierige Sache. Die besten Burger können TK-Pattie haben, die schlechtesten leider auch. So ist das auch mit den Buns. Für mich muss es nicht unbedingt getoastet sein, aber es kann so oder so nicht gut schmecken. Kommt dann halt auf den Gesamtgeschmack an.

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