Louisiana am Mittwoch

Jap, super aktuell. Gestern noch davon berichtet, heute schon spontan getestet: die 2 neuen Special Burger von Burger King. Ich könnte diesen Post jetzt damit beginnen, dass ich völlig indiskutabel finde, bei Burger King 15 Minuten in der Schlange zu stehen, aber es soll ja um die Burger gehen und nicht meinen Zorn. Also Zorn ausblenden und ohne Vorurteile die Burger testen.

Preislich war es durchschnittliches deutsches Niveau. Die Menüpreise sieht man auf dem Bild, einzeln haben die Burger beide um die 4 Euro gekostet. Fand ich nicht billig, aber grade noch ok.

Der Burgergott hatte meine Gebete erhört und beide Burger in Wachspapier gepackt. DAS IST WICHTIG denn in den Kästen, die es bei McDonalds gibt, fliegen die Burger ja oft locker rum. So hatte ich also die Chance, etwas zu essen, dass auch halbwegs so aussieht wie auf den Werbebildern mehr oder weniger frisch aus der Küche. Und voila, natürliche habe ich auch wieder Bildmaterial für den Illusion/Realität-Check mitgebracht.

Mississippi BBQ-Illusion:

Mississippi BBQ-Realität:

Zunächst also zum Mississippi BBQ. Ich war von der Beschreibung auf der Homepage wenig begeistert. Frittierte Paprika und Zwiebeln hörte sich eigentlich nach einer sehr sehr trockenen Sache an, zumal ich frittierte Sachen auf nem Burger sowieso nicht mag. Vom Ergebnis war ich aber positiv überrascht. Paprika und Zwiebeln waren gar nicht trocken und fettig, sondern haben sehr gut zur BBQ-Soße gepasst und waren auch von Menge und Geschmack her nicht zu aufdringlich. Von der Würze her war der Burger bzw. die Soße auch überraschend pikant. Lediglich die Größe war etwas enttäuschend. Für fast 4 Euro würde ich mir dann schon mehr wünschen als einen Burger in normaler Cheeseburger-Größe.

Spicy New Orleans-Illusion:


Spicy New Orleans-Realität:

Der Spicy New Orleans hingegen war in der größe angemessen; hatte in etwa Whopper-Niveau. Von den Zutaten her fand ich ihn aber eher langweilig: dominiert haben Salat, Tomate und Zwiebeln sowie eine Mayo. Durch diese Kombi hat er geschmeckt wie ein Royal TS von der Konkurrenz. Die Spicy-Soße habe ich bis zum Ende gesucht, aber eventuell haben sie die einfach auf den Mississippi BBQ gemacht statt auf den Spicy New Orleans. Warum sollte ein Burger mit „Spicy“ im Namen auch spicy schmecken, WO KÄM MAN DA HIN. Zudem waren die in der Artikelbeschreibung erwähnten roten Jalapenos entweder vollständig abwesend oder sie haben sich als Tomaten getarnt. Das kommt vor.

Auffällig war allerdings das Brot des Spicy New Orleans, was man auf dem Bild ganz schön sieht. Es fühlte sich an wie die Brote von Subway (die ich nicht mag) und schmeckte auch irgendwie seltsam italienisch (oder so). Vielleicht habe ich auch etwas verpasst und New Orleans hat gar keinen franzözischen Hintergrund sondern einen italienischen. Das kann ja sein, in 5 Jahren Amerikanistik-Studium vergisst man einiges.

INSGESAMT aber muss ich Burger King ein Kompliment machen. Beide Burger sahen akzeptabel aus und beide Burger haben geschmeckt. Vom Spicy New Orleans hatte ich mir zwar etwas mehr versprochen, dafür hat der überraschend gute Mississippi BBQ die Kohlen wieder aus dem Feuer geholt!