Pomp


Wir waren wieder unterwegs und haben getestet. Dem Hörensagen nach und laut Internet wurden wir darauf hingewiesen, dass es die besten Burger von Mainz im
Pomp
Große Bleiche 29
55116 Mainz
geben soll. Man kann uns natürlich viel erzählen, also haben wir uns als Wiesbadener auf die „ebsch Seid“ (also die falsche Rheinseite) gemacht und die Sache mal getestet. Und ehrlich: wir waren unvoreingenommen!

Dass uns das Ambiente nicht wirklich gefallen hat, der Service dafür aber gut war, tut eigentlich nichts zur Sache, DENN es geht ja um das Essen. Also fangen wir mit dem Burgerangebot an. Auf dem Ausschnitt der Karte sieht man nur die Beef Burger, außerdem gab es auch noch Chicken-Burger, die wir aber nicht getestet haben.

Wir waren eine große Gruppe und konnten somit sowohl den Bacon/Cheese-Burger (ich, erstes Burgerbild), den Classic-Burger, den BBQ-Burger (zweites Burgerbild) und den Avocado-Burger (Hanna, drittes Burgerbild) probieren.

Da ich den Bacon/Cheese gegessen habe, werde ich mich auch darauf konzentrieren. Optisch sah es eigentlich gut aus. Mein geschulter Burgerblick hat aber relativ schnell gesehen, dass das sehr dünne Burgerpattie auf jeden Fall Tiefkühlware sein muss, die dann nur aufgebacken/aufgebraten worden war. Das ist natürlich die Grundlage für einen optimalen Burger (nicht). Zunächst aber sezieren wir den Burger und schauen, was wir überhaupt vor uns haben:

Diese Bilder sehen ja leider nie lecker aus, aber ich kann beruhigen: Tomate, Salat und Zwiebel sahen in der Realität frisch aus und, um Vorwegzugreifen, haben auch frisch geschmeckt. Der Bacon war auch in Ordnung. Zumindest war er kross und nicht zu dominant. Die BBQ-Soße hat mich nicht überzeugt, da sie eher in die Richtung Mayo ging und auch geschmacklich sehr wenig mit BBQ zu tun hatte. Aber denkt man sich das, was man sich unter BBQ-Soße vorstellt, weg, war sie eigentlich ganz ok.

Soviel zum guten. Das Fleisch war wie erwartet ein absoluter Schuss in den Ofen. Wenn man TK-Ware gewohnt ist und noch nie einen richtig guten Burger hatte, wird man damit leben können. Aber weder war es saftig, noch hatte es in irgendeiner Weise Geschmack. Bzw. den hatte es schon, aber eben keinen Burgergeschmack, sondern sehr künstlich. Dazu kommt, dass die untere Brötchenhälfte (kein Scherz) so kross wie ein Keks getoasted war. Ich weiss nicht wie sie das gemacht haben (Mikrowelle?) und ich kann auch nur raten, warum sie es machen (damit der Burger weniger durchweicht), aber UM HIMMELS WILLEN sie sollen es bitte zukünftig lassen.

Die anderen Burger waren vom Grundtenor der Kritik her ähnlich. Zum Burger meines Kollegen äußert er sich persönlich:

Hanna: Ich stimme der Kritik meines Kollegen Jan in allen Punkten überein. Ich wollte mal was ausgefallenes probieren und habe  mir den Avocado-Burger mit Guacamole bestellt. Dazu kamen noch Pommes mit einer „very spicy“ Sauce dazu, welche aber erst ansatzweise scharf schmeckte als die kleine Pommes mit der Sauce komplett bedeckt war, aber jedem das seine. Der Burger, wie unten zu sehen, ist mit allen in der Karte beschriebenen Zutaten serviert, jedoch kamen noch gebratene Champignons dazu, was ich zuerst mockieren wollte, es jedoch auf einen Versuch letzten Endes ankommen liess. Die Guacamole wurde separat serviert, so dass man, falls dieses Geschmackserlebnis nicht munden sollte, nur einen Teil des Burgers, damit bedecken konnte. Skeptisch war ich zuerst schon, da wie man auch unten sehen konnte bereits eine Menge Zutaten wie beispielsweise auch die Hamburger-Soße auf dem Brötchen lag. Nach dem ersten Bissen und dem schlechten Brötchen und Fleisch konnte man die Guacamole schmecken und was soll ich sagen…sie hat den Burger zum Teil gerettet. Die Idee war gut und half mir den Rest des Burgers zu verschlingen. Der leicht süße Geschmack der Guacamole rundete den Burger letzten Endes ab. Beim nächsten Burgergrill werde ich diese Rezeptidee auf jeden Fall mit anständigem Fleisch und Brötchen ein weiteres Mal ausprobieren. Das war dann aber auch der einzige positive Punkt bei diesem Burgererlebnis.

Hier sieht man übrigens den Avocado-Burger und sein Problem. Ich verstehe nicht, wieso die eigentlich ganz schöne Idee mit der Guacamole so blöd umgesetzt wurde, aber unter einem Avocado-Burger hatte ich mir dann doch etwas Spannenderes vorgestellt.

Also, lange Rede, kurzer Sinn. Zwar waren Salat, Tomate und Zwiebeln frisch, insgesamt konnte uns das Pomp aber gar nicht überzeugen. Wenn das der beste Burger von Mainz ist, glaube ich nicht, dass wir in dieser Stadt irgendwo unserem Ziel näher kommen, DEN Burger zu essen.

One Reply to “Pomp”

  1. In Mainz gibt’s seit kurzem einen neuen, richtigen Burgerladen: den BURGERLADEN – http://www.facebook.com/BURGERLADEN Falls ihr euch also mal wieder auf die falsche Rheinseite verirren solltet, unbedingt mal testen!

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