Produktevalutation: Kontaktgrill Steba 4.4.

Wir evaluieren gerne. Vor allem Burger. Aber auch andere Dinge. Am liebsten dann andere Dinge, mit denen man Burger zubereiten kann. Burgerpressen zum Beispiel und… ja, ansonsten bisher nicht viel. Aber das muss wird sich ändern, und den Anfang macht unsere Neuerwerbung aus dem Hause Steba: ein Kontaktgrill. Ein Kontaktgrill? Genau, ein fleissiger Küchenhelfer für mietwohnungsgeplagte Nichtholzkohlegriller. Noch genauer: zwei beschichtete Grillplatten, die man in der Küche sehr hoch erhitzen kann (mittels Strom) und dann Fleisch, Fisch und Gemüse Fleisch zwischen den Platten „grillen“ kann. Da mich Burger in der Pfanne mittelmäßig überzeugen und der Backofen auch keine grandiose Lösung ist, musste nun so ein Teil her.

Warum gerade der? Ganz heikles Thema. Die Auswahl war (ungelogen) ein mehrwöchiger, eventuell sogar mehrmonatiger, beziehungsstrapazierender Prozess, der sich hauptsächlich im Internet abspielte. Dabei stellte sich heraus, dass offizielle Testberichte der „Fachpresse“ entweder minderwertig und/oder gefälscht sind und wenn nicht, circa 47 Euro pro Zeile kosten, desweiteren dass Kontaktgrills generell keine große Aufmerksamkeit bekommen und außerdem, dass man mir meinen Idealgrill wohl individuell anfertigen muss.

Aus verschiedenen Gründen habe ich mich dann für das Modell von Steba entschieden: Er hat die nötige Größe (ca. 20x30cm Grillfläche), die nötige Wattzahl (2000) und einen flexiblen „Deckel“, damit auch Sandwiches reinpassen. Alternativen gab es, aber entweder waren sie zu teuer oder hatten andere Nachteile. So bietet zum Beispiel der Hersteller Beem einen Kontakgrill an, der mir von der Handhabung (flexible, freischwingende Klappe und stufenlose Temperatur) zwar besser gefallen hätte, bei dem man aber die Grillplatten nicht abnehmen kann. Wie man das zufriedenstellend reinigen soll, ist mir ein Rätsel. Egal.

Das Steba-Gerät ist relativ einfach erklärt. Man heizt ihn auf (wobei man zwischen 5 Stufen wählen kann), legt dann das Grillgut auf, klappt zu und wartet hoffnungsfroh. Ja, es klingt so einfach wie es ist. Mit Sandwiches und Putenbrust funktionierte es ausgezeichnet, fraglich war nur, wie der Grill sich mit Burgerpatties verstehen würde. Und da wird das natürlich nicht unbeantwortet im Raum stehen lassen konnten, probierten wir es gnadenlos aus.

Meine Befürchtung war vorab, dass entweder nicht genug Hitze auf der Grillfläche entsteht, um die Patties sofort zu versiegeln, sprich: ich hatte Angst, dass zu viel Flüssigkeit austritt und das Fleisch ungenießbar trocken wird. Furchtlos sorgten wir dann für erschwerte Bedingungen und fertigten als Zusatzhürde auch noch extra dünne, circa 80g schwere Patties an, mit dem Ziel, Double-Cheeseburger zu konstruieren.

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Ich will nun gar nicht lange weiter drum herumreden: Nachdem der Grill auf höchster Stufe vorgeheizt war, mussten die Patties dran glauben. Es zischte auch sofort gut und es weckte Hoffnungen, dass die Hitze ausreichen würde. Also, zugeklappt und abgewartet. Beim ersten Burgergang circa 5 Minuten, beim zweiten nur noch circa 3 Minuten. Falls jemand Angst hatte, wir würden hungrig und unbefriedigt enden, keine Sorge. Der Grill erfüllte seinen Zweck überaus gut, mit einigen Stärken und wenigen Schwächen.

Stark: Es geht sehr schnell, schmeckt wesentlich besser als aus der Pfanne und wurde entgegen meiner Befürchtungen saftig. Allerdings trat doch ein wenig Flüssigkeit aus, die allerdings rund um den Burger stehen blieb und nicht ablief (was es eigentlich tun sollte, denn der Grill hat eine Art Fettablaufrille), wenn man ihn nicht an einer Ecke leicht erhöht/anhebt. Die Patties schrumpften auch ein wenig, was allerdings wohl wirklich daran gelegen hat, dass ich sie sehr dünn gemacht hatte. Im Prinzip hätten bei dieser Dicke auch 1-2 Minuten ausgereicht. Folglich kann man ruhig auch dickere Patties benutzen bzw. sie vorher vielleicht sogar kurz anfrieren. Der Burger wurde jedenfalls lecker und, ich wiederhole mich, saftig. Den Käse legten wir übrigens erst auf dem Bun dazwischen, da ich ein wenig Angst vor den Auswirkungen für den Grill hatte.

Fazit: Test bestanden! Für das Heimburgern ist der Grill uneingeschränkt zu empfehlen. Alles was wir bisher ausprobierten (Fleisch, Wurst, Brot) wurde prima und auch die Burgertauglichkeit können wir hiermit attestieren. Das Herausnehmen der Platten zum Reinigen funktioniert einwandfrei und ich bin froh, dass ich mich tatsächlich für dieses Produkt entschieden habe.

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