König des Waldes


Es kann nicht immer nur Rindfleisch sein. Ach doch, eigentlich schon. Trotzdem haben wir uns Gedanken gemacht und im Labor einen etwas anderen, etwas teureren Burger entwickelt. Mit Hirsch. Und anderen ausgewählten Zutaten: Potato-Buns, Rosmarin-Aioli, karamellisierten Zwiebeln, mildem Käse. Mehr nicht. Warum? Weil es reicht! Hirsch ist geschmacksintensives Fleisch, das man nicht mit tausend anderen Dingen zuklatschen sollte. Respekt vor dem Eigengeschmack, Respekt vor dem Tier. Und so entstand einer unserer bisher besten Burger…

Die Brötchen hatten wir ja schon vor 2 Wochen ausprobiert, diesmal jedoch mit einer etwas anderen Zubereitungsart, vor allem auch, weil wir eine andere Menge benötigten. Grundsätzlich sind wir aber dem „bekannten“ Rezept treu geblieben. Geschmeckt hat es genauso gut.


Neu war die Rosmarin-Aioli. Sowas hatte ich vorher noch nie probiert und wir waren begeistert. Man benötigt (für ca. 10-12 Burger):

– 100 ml Vollmilch
– 200 ml Öl, ich habe normales Mazola Keimöl genommen
– 1-2 Prisen Salz
– 2-3 Knoblauchzehen, oder mehr, je nach Mitmenschentoleranz
– 1 Zweig Rosmarin, frisch
– Pfeffer, Chili (gemahlen)… etc., alles nach Bedarf


Den Knoblauch schälen und grob hacken, dann gibt man ihn mit der Milch in ein möglichst hohes Gefäß und püriert es, bis der Knoblauch komplett mit der Milch vermischt ist. Dann das Salz und den gezupften und gehackten Rosmarin dazu.Dann gießt man schubweise immer etwas Öl dazu, während man weiter püriert. Es bleibt relativ lange flüssig, aber, wirklich! mit dem letzten „Schluck“ Öl wird es dann dickflüssig, wie man Mayo kennt. Man kann es dann nach Belieben abschmecken, sollte es aber auf jeden Fall durchkühlen lassen.

Die karamellisierten Zwiebeln sind auch simpel:

– 2 Gemüsezwiebeln (oder 3-4 Küchenzwiebeln)
– 5-6 EL Zucker
– 1 halber TL Salz
– Butter


Butter in einer Pfanne zerlassen, Zwiebeln darin anrösten. Wenn die Zwiebeln schon leicht gebräunt sind, Zucker und Salz dazu und einige Minuten karamellisieren lassen. Man könnte das ganze noch mit Balsamico ablöschen, habe ich aber nicht gemacht, es wird dann etwas klebrig. Wir haben die Zwiebeln kalt dazu gegessen, warm schmecken sie aber auch prima.

Und dann war da noch der Star des Abends, der König des Waldes:

– 1kg Hirschhackfleisch (für 10 Patties)
– Pfeffer, Salz
– 2 EL Petersilie


Das Fleisch habe ich bewusst wenig gewürzt, einfach nur nach Gefühl etwas Pfeffer und Salz dazugegeben und ein wenig mit Petersilie verfeinern – die passt meiner Meinung nach ganz gut dazu, ist aber Geschmackssache. Daraus jeweils circa 100 Gramm schwere Kugeln formen. Ab in die Pfanne oder auf eine Grillplatte damit, angrillen (30 Sekunden), zu einem flachen Pattie drücken, 1-2 Minuten grillen lassen, wenden, fertig grillen. Oder man macht die Patties so wie man will – das jedenfalls war meine Art. Falls man käsig gelaunt ist sollte man dringend noch eine Scheibe milden Käse auf den Patties zerlaufen lassen. Anrichten. Bestaunen. Reinbeissen. Unfassbar lecker finden…

2 Replies to “König des Waldes”

  1. Wir haben dein Rezept vor ein paar Tagen ausprobiert und waren richtig baff, wie gut das geschmeckt hat. Sehr würzig, sehr intensiv, eine echte Geschmacksexplosion am Gaumen. Nur küssen und rülpsen gehört danach verboten.

    1. Hallo Verena, das freut mich! Jetzt habe ich Hunger – gut, dass es bei uns heute auch Burger gibt (vom Longhorn-Rind). Viele Grüße, Jan

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