Milchbrötchen

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Mittlerweile dürfte bekannt sein, dass wir nicht mehr nur auf der Jagd nach dem perfekten Burger sind, nein – womöglich habe ich eine noch größere Obsession entwickelt, das perfekte Bun zu finden, oder, noch besser, selbst zu erschaffen. Varianten mit Kartoffeln und Ei habe ich schon ausprobiert, nun war es Zeit, Milchbrötchen zu backen. Das Rezept fand ich bei Chefkoch.de, bzw. die meisten Rezepte für Milchbrötchen sind recht ähnlich, von daher dachte ich, man kann sowieso nicht viel falsch machen.

DSC_7138Das einzige was mir fehlte, war Zucker. Ich habe die Vision von süßen Buns vor Augen, ähnlich wie Rosinenbrötchen, nur ohne Rosinen, aber innen genauso „fluffig“. Das hoffte ich zu bekommen und hielt mich deshalb (bis auf den Zucker) weitestgehend an die Zutaten:

250g Weizenmehl, Typ 550
250 g Weizenmehl, Typ 405
1 TL Salz
2 Esslöffel Zucker, ca. 50g
2 TL Trockenhefe
20 g weiche Butter
100 ml Milch
100 ml (warmes) Leitungswasser

Die Verarbeitung ist denkbar einfach. Aus allen Zutaten wird ein homogener, noch leicht feuchter/klebriger Teig geknetet. Das geht am besten, wenn man zunächst die flüssigen Zutaten (Wasser, Milch) und die pulvrigen Zutaten (Hefe, Mehl, Zucker, Salz, plus Butter) zusammen mischt und dann nach und nach die Mehlmischung zur Flüssigkeit gibt. Am Anfang ist das sehr klebrig und matschig, aber so bekommt man meiner Meinung nach am ehesten ein Gefühl für den Teig bzw. für dem Punkt, an dem man genug Mehl dazugegeben hat.

Als der Teig soweit fertig war, habe ich ihn getreu Rezept insgesamt 2 Stunden gehen lassen und nach jeweils 30 Minuten „gefaltet“. Das kannte ich vorher auch nicht, bedeutet aber auch nicht viel mehr als ihn einmal langziehen, klappen, neunzig Grad drehen, nochmal langziehen und nochmal klappen, was dem Teig die Spannung nehmen soll. Nachdem ich nach 2 Stunden circa 5 Buns auf Backpapier geformt hatte, habe ich sie nochmal 30 Minuten einzeln gehen lassen. Vor dem Backen habe ich überlegt, ob ich die Oberseite mit Ei oder mit Zucker/Milch-Gemisch bestreichen soll und entschied mich für letzteres. Zusätzlich habe ich noch Sesamsamen drübergestreut. Gebacken wurde bei Umluft und circa. 200 Grad; nach ziemlich genau 20 Minuten waren die Buns außen leicht gebräunt und somit fertig.

Und wie hat es geschmeckt? Gut, fanden wir, allerdings war es nicht das süße, fluffige Bun, welches wir uns eigentlich versprochen hatten. Innen waren die Brötchen zwar weich, aber relativ kompakt und nicht so luftig, wie man es von Rosinenbrötchen kennt bzw. so wie wir Milchbrötchen hier kennen.  Obwohl ich eigentlich meiner Meinung nach recht viel Zucker genommen hatte und relativ wenig Salz, war das Ergebnis eher salzig als süß. Beim nächsten Versuch werde ich zusätzlich ein Ei nehmen und die Teiglinge einzeln länger gehen lassen, das „Falten“ vielleicht sein lassen, weil das den Teig meiner Meinung nach immer wieder zusammengedrückt hat und somit die Luftigkeit genommen wurde.

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