Gastburger: Marcus‘ Juicy Lucy

Alles neu macht der Mai. Nein, soweit sind wir noch nicht, auch wenn der Februar bereits zweistellige Temperaturen bringt. Trotzdem: wir haben uns etwas Neues überlegt. Da viele derer, die uns hier, bei Twitter oder Facebook folgen, auch selbst fleissig Burger braten, möchten wir EUCH auch einmal zu Wort kommen lassen. Wir wollen EUREN besten Burger, egal ob in Text, Bild, Ton oder Film – wer dabei sein möchte, einfach eine Mail an jan@dreifachfleisch.de! Den Anfang macht heute unser treuer Leser Marcus:

„Liebe Leser, auf Wunsch meines Internet-Freundes Jan stelle ich Euch heute „meinen“ Lieblings-Burger vor. Der eine oder andere kennt die Art dieses Burgers sicherlich unter dem Namen „Jucy Lucy“ , und beschreibt die Art und Weise, einen Burger „von innen“ mit Käse zu füllen. Von daher ist dieser Burger jetzt sicherlich nichts ganz neues, aber…er ist einfach lecker 😉

Die Zutaten für zwei Burger:

Circa 600 Gramm Rinderhack
Circa 100 Gramm Käse (mehr dazu im Text)
8 Scheiben Bacon
Burgerbrötchen
Saucen und alle sonstigen Zutaten für einen Burger

Zusätzlich möchte ich Euch noch meine Lieblingsbeilage vorstellen, meine selbstgemachten Potato Wedges.

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Ich habe die Versuche meines heutigen Burgers im Foto festgehalten, wobei ich zugeben muss, dass ich wohl etwas nervös war. Ich habe den Garpunkt vom Burger leider knapp verpasst, aber das soll der Anleitung keinen Abbruch tun.

Auf geht’s in einigen einfachen Schritten:

1. Die Patties formen (1.5 Stunden vor dem Essen)

Man schnappe sich die 600 Gramm Rinderhack und teile sie in zweimal circa 200 und zweimal circa 100 Gramm auf

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Die jeweils größeren Stücke bilden die Unterseite, die oberen den „Deckel“. Ob ihr das mit den Händen oder Hilfsmitteln wie Burgerpressen formt, ist eigentlich egal. Die Burger sollten halt im Endeffekt die passende Größe für die Buns haben – bei mir sind das die normalen „großen“ aus dem Supermarkt. Wer mag, kann den Burger noch leicht salzen – bitte aber nicht übertreiben, sonst verliert er trotz Kühlung noch zu viel Wasser. Alternativ kann man natürlich auch Bacon oder Schnittlauch in den Burger packen, um etwas Herbes von innen mitzugeben – probiert es einfach aus.

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Der Hauptdarsteller: Käse. Hier im Bild geriebener irischer Cheddar von der Käsetheke, dazu einige kleingehackte Chillies. Die Schärfe ist natürlich Geschmackssache – mit etwas Chili schmeckt es mir einfach deutlich besser. Zu empfehlen sind einigermaßen solide Käsesorten, die gut schmelzen, Gouda tut es hier ausnahmsweise auch. Ab und an gibt es an der Käsetheke „Frico hot Chili“ -> Passt perfekt, oder man reibt halt selber seinen Wunschkäse. Wer bin ich, euch den Käse vorzuschreiben? 😉

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Der Käse kommt jetzt einigermaßen formschön die in Mitte der unteren Seite, wobei idealerweise die Ränder etwas frei bleiben.

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Dann legt man den Deckel drauf, und drückt von unten nach oben die Seiten zu.

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Natürlich gibt es hier Dutzende Arten und Weisen, wie man es genau schafft, das der Käse drin bleibt – probiert es einfach aus. Im Endeffekt sollten dann einigermaßen gleichmäßige Stücke entstehen.

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Die Ränder schön glatt streichen, hier ist ein wenig Geschick gefragt – ist aber wichtig!

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Der andere auch noch geformt – schick!

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In Frischhaltefolie einpacken, denn gleich geht’s für eine Stunde in den Tiefkühlschrank. Das sorgt (wohl) dafür, dass der Burger später noch besser in Form bleibt – unsere Dreifachfleisch-Experten könnten das sicherlich noch besser erklären 😉 [Anm. Jan/DFF: das stimmt schon so, vor allem beim Grillen hilfreich] Hier noch zwei Fotos für die Größenverhältnisse:

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Fertig eingepackt geht’s dann in die Kühltruhe.

2. Die Verarbeitung (25-30 Minuten vor dem Essen)

Die Burger werden aus dem kalten Grab geholt, und sollten jetzt angefroren, aber nicht ganz durchgefroren sein.

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Eine Pfanne aufstellen, richtig heiß werden lassen, dann Öl hinein und dann die Burgerpatties. Vorher die Patties noch leicht von außen salzen.

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Die Pfannenphase sorgt jetzt erst mal nur dafür, dass ein paar Röstaromen an die Patties drankommen, wir werden sie nicht durchgaren. 2-3 Minuten von jeder Seite reichen – die Ränder mögen leicht aufgehen, das ist aber nicht so schlimm. Je besser man vorher die Ränder verschlossen hat, umso besser.

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Jetzt werden die Burger mit Bacon umwickelt. Da dies bei heißen Burgern schwierig ist, muss man das vorbereiten…

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Dann die Patties drauf…

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Und einpacken. Dann umdrehen (damit die „überlappenden“ Stellen unten sind), auf ein Backblech geben und für 15 Minuten bei 200 Grad in den Ofen packen (Auf ein Back-Rost müsste auch gehen – dann aber etwas drunter stellen, da kommt relativ viel Fett und Flüssigkeit raus). Und danach sollten sie in etwa so aussehen:

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Leider hab ich hier etwas den Garpunkt verpasst – 5 Minuten länger hätten nicht geschadet, dann wäre der Bacon wahrscheinlich knuspriger geworden, und das Fleisch etwas garer. Ihr kriegt das sicherlich besser hin. Der Käse kann während so einer Phase schon mal etwa rauslaufen, aber das ist nicht schlimm. Ein wenig abtropfen lassen oder auf eine Stück Küchenrolle packen.

3. Zusammenbauen

Und nun muss man nur den Burger zusammen bauen. Hier möchte ich gar nicht sooo viele Vorschriften machen, denn welche Saucen und Zutaten ihr nehmt, bleibt euch natürlich überlassen. Meiner sieht so aus:

Erster Schritt das Burgerbrötchen – kurz vorher für 2 Minuten im Backofen aufknuspern.

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Ich bin sicherlich nicht der weltgrösste Fan von Salat auf Burgern, aber dieser hier sifft ganz schön, und da kann eine Schutzschicht in Form eines Salatblattes nicht schaden.

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Ketchup drauf…oder halt Saucen nach Wahl – BBQ-Saucen sind prima.

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Pattie drauf…

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Geschmorte Zwiebeln…

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— und fertig! Käse spart man sich – der ist ja drinnen.

4. Essen

Das Endprodukt in ganzer Pracht: „Mein Burger“

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Die Spezialität : Endless Cheese…. Auch wenns innen noch etwas roh aussieht und tatsächlich noch 2-3 Minuten hätte brauchen können – das täuscht, sonst wäre der Käse auch nicht so schön geschmolzen. Bei dieser Dicke und dem Verfahren mit „Anbraten“ und dann in den Ofen sollte er so nach 15-17 Minuten normal „Medium“ sein. Brät man ihn durch, ist man den Käse leider oft los 😉

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5. Die Beilagen:

Meine Potato-Wedges :

Kartoffel waschen und in halbwegs gleichmäßige Wedges schneiden – nicht zu dünn, sind ja keine Pommes.

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Einen Schuss Öl dazu geben, und mit allem würzen, was man so da hat, AUSSER Salz: Paprika-Pulver, Pfeffer, Knoblauch, Currypulver, und dazu gerne holzige Kräuter wie Rosmarin oder Thymian (letzteres habe ich verwendet – alle Blattkräuter wie Petersilie etc. verbrennen im Ofen). Noch eine geviertelte Limette/Zitrone dabei – fertig. Dann am besten mit den Handy einmal kräftig alles verteilen, so dass das Öl und die Gewürze überall dran sind.

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30 Minuten bei 150-160 Grad backen, gerne einmal mittendrin oder am Ende durchmischen – sieht dann in etwa so aus:

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15 Minuten bei 200-220 Grad backen, rausnehmen, eine Viertel Limette über den Kartoffel noch ausdrücken (Vorsicht, heiss….)…fertig.

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Hätten im Endeffekt auch noch 5 Minuten länger drinbleiben können, dann sind sie außen schön knusprig und innen weich. Dann erst salzen – tut man das Salz zu früh dran, trocknen sie einfach aus.

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Die Schmorzwieblen:

Eine Rote Zwiebel am besten in halbe Ringe schneiden (oder was auch immer ihr Euch zutraut), und ab in die Pfanne – gerne nachdem die Burgerpatties gerade drin waren und im Ofen liegen. 2-3 Minuten in Hitze in den Ölresten anbraten.

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Einen Schuss Balsamico oder Ketjap Manis oder Teriyaki-Sauce dazu (was euch gefällt), Pfanne von der Hitze nehmen, und Zwiebeln zu Ende garen lassen.

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Guten Appetit und viele Grüße, Marcus“

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