Burgerme

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Hanna (dff) – Lieferdienste kennen wir alle nur zu gut. Sei es Pizza, Sushi oder auch mal indisches Essen. Die Bequemlichkeit vom Sofa aus ohne großen Aufwand den Hunger zu stillen, ist unverzichtbar geworden. So wundert es einen auch nicht, dass Lieferdienste inzwischen nicht nur Burger anbieten sondern sich auch Ketten gebildet haben, die sich auf die Lieferung von Burgern spezialisiert haben. Eine dieser Ketten hat mittlerweile auch bei uns in der Nähe in Wiesbaden eine Filiale eröffnet und wir konnten es uns nicht nehmen lassen, einen Selbstversuch zu starten.

burgerme Wiesbaden
Schönbergstraße 5
65199 Wiesbaden
www.burgerme.de

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Die Franchisekette Burgerme gründete sich 2010 in München und vergibt mit Franchiselizenzen ein Konzept und einen Vertriebsrahmen an Franchisepartner. Mittlerweile existieren 16 Filialen in Gesamtdeutschland mit einem Liefersystem, welches man von anderen Franchiseketten wie Joey’s oder Dominos kennt. Wichtig war uns bei einem solchen Lieferdienst am Anfang vor allem, ob die Burger warm genug ankommen. Wir wählten die Bestellung über das Internetportal. Hier konnten wir aus 11 verschiedenen Burgern auswählen. Diese kann man auch wahlweise in einem Menü mit Pommes und Salat dazu bestellen. Wir entschieden uns für den klassischen Cheese Burger und den BBQ Bacon. Die Burger kamen pünktlich entsprechend unserer Wunschuhrzeit an (man kann im Portal auch angeben, wann die Bestellung eintreffen soll) und waren tatsächlich noch warm genug um unmittelbar verzehrt werden zu können.

Die Optik:
Bei Betrachtung der gelieferten Verpackungen gibt es nicht viel zu bemängeln. Der Individualität sind alle Möglichkeiten genommen und der Burger steckt in einer Verpackung des Franchisegebers. In einer normalen Pappverpackung bekannt aus McDonalds-Restaurants liegt der Burger vor uns. Man erkennt gut die einheitlichen Zubereitungsschritte, welche bei jedem Burger vorgegeben sind. Es wirkt langweilig und wir hoffen noch, dass der Burger nicht auch so schmeckt.
Wertung: einfachfleisch

Das Brötchen:
Die Buns sind exakt auf die Rundung des Burgerfleischs abgestimmt, insgesamt erkennt man bereits bei der Optik, dass der Franchisegeber genaue Vorgaben bei der Erstellung des Burgers an den Franchisenehmer macht. Der Franchisenehmer baut die fertigen Zutaten zusammen, ein Raum für Gestaltung ist dadurch nicht vorhanden. Leider ist das Brötchen relativ trocken und geschmacklich sehr fade.
Wertung: einskommafünffachfleisch

Die Toppings:
Bei unserem Cheeseburger hatten wir einige klassische Toppings wie (leider zu kalten) Salat, Tomaten, Zwiebeln. Beim BBQ Bacon Burger waren wir aufgrund des labrig gebratenen Bacon etwas enttäuscht. Etwas krosser hätte es hier auch getan. Darum auch eine eher unterklassige folgende Wertung.
Wertung: einfachfleisch

Die Soße:
Auf dem Cheese Burger hatten wir Mayo und Ketchup drauf, was auch völlig ausreichend ist. Die Sauce auf dem BBQ Bacon dominierte den Burger leider zu stark. Wir hätten uns hier etwas weniger Soße gewünscht oder ein besseres Zusammenspiel mit den anderen Zutaten.
Wertung: einfachfleisch

Der Käse:
Der auf dem Cheese Burger befindliche Chesterkäse war gut, machte beim Burger jedoch keinen Unterschied aus. Leider zerlief der Käse nicht optimal und fügte sich nicht in das Gesamtbild des Burgers ein.
Wertung: einskommafünffachfleisch

Das Fleisch:
Wie immer kommt normalerweise das Beste zuletzt. Leider gibt es hier wie bei den bereits zuvor aufgeführten Kriterien nicht viel Gutes zu sagen. Das Fleisch war zu trocken und der Burger wurde dadurch von den Soßen und den Toppings geschmacklich getragen. Eindeutig ein Tiefkühl-Patty, welches in der Systemgastronomie und wie von den großen Ketten bekannt aufgewärmt und mit den restlichen Zutaten im Legosteinprinzip zusammengelegt wird.
Wertung: einfachfleisch

Die Gesamtwertung:
7 von 18 Punkten, das entspricht 1,2 von 3-fachfleisch
Das Experiment, einen guten Burger durch einen Lieferdienst zu erhalten ist leider nicht geglückt. Die Bestandteile des Burgers enttäuschten uns doch leider zu sehr. Auch wenn wichtige Bestandteile einer Lieferung, wie bspw. Verzehrtemperatur bei Anlieferung, gestimmt hatten, war das geschmackliche Erlebnis nicht zufriedenstellend. Einen Trost hatten wir zumindest, wir waren nach dem Verzehr satt. Es bleibt abzuwarten, ob es sich für Lieferdienste bewerkstelligen lässt einen Burger mit all seinen Bestandteilen frisch an den Mann zu bringen. Gerade die Kombination zwischen heißem Burgerfleisch und dem sehr kalten Salat störte das Geschmackserlebnis erheblich.

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