Meerrettich-Aioli

rezept„Machen die eigentlich auch selbst noch Burger?“ Aber ja doch, natürlich. Und heute haben wir sogar mal wieder eine neue Idee für euch. Aioli machen wir inzwischen eigentlich fast immer frisch zu unseren Burgern. Warum Aioli? Weil ich das Jonglieren mit rohem Ei immer etwas sagen wir mal schwierig finde und das Ei zudem geschmacklich wenig zusätzlich liefert. Und warum frisch? Weil es wesentlich besser schmeckt als Industriemayo und wir zudem immer kreativ mit den zusätzlichen Zutaten umgehen können. So hatten wir u.a. auch schon Curry-Aioli und Rosmarin-Aioli. Heut gehts aber um eine schärfere Variante: Meerettich-Aioli.

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Auf die Meerretich-Idee kam ich, abgesehen vom Wien-Urlaub, eigentlich dadurch, dass ich einen Burger mal nicht mit normalen Buns machen, sondern italienisches Weißbrot (so heißt das jedenfalls bei diversen Bäckern in Wiesbaden) benutzen wollte. Zum kräftigen Cheddar, Balsamicozwiebeln und gebratenen Pilzwürfeln habe ich noch eine passende Begleitung gesucht und Meerettich bot sich irgendwie an. Das Ganze ist auch denkbar einfach und nicht viel aufwändiger als der Griff ins Supermarktregal (so ähnlich hatten wir das hier im Blog an anderer Stelle auch schonmal):

100ml Milch (3,5%)
200ml Öl (Erdnuss oder Raps)
1-10 Knoblauchzehen 😉
2 TL Meerrettich (oder mehr)
1 EL Senf
Salz

Als erstes wird die Milch mit dem Knoblauch, 1 Prise Salz und dem Senf mit dem Pürierstab vermixt. Wichtig ist, dass die Milch Zimmertemperatur hat und keine Halbfettmilch ist. Der Senf ersetzt das Ei mehr oder weniger als Emulgator, stellt also die Bindung her und sorgt für gute Konsistenz. Ebenfalls würde ich schonmal 1 TL Meerrettich mitpürieren. Der sollte frisch gerieben und am besten natürlich richtig schön scharf sein. Den Schärfegrad muss man allerdings zwingend vorher testen – wenn er zu scharf ist, kann man die Aioli danach nämlich nur noch als Biowaffe nutzen.

So. Nun wird das Öl dazugegossen. Ich würde an dieser Stelle auf gar keinen Fall Olivenöl verwenden, da es durch das Mixen ganz schnell bitter wird. Erdnuss- oder Rapsöl gibt meiner Meinung nach den besten Geschmack. Man liest zudem immer wieder, dass man das Öl laaaaangsam und in kleinen Dosen hinzugeben sollte, während man immer weiter mixt. Wenn man nicht unbedingt 30 Minuten lang mit heißlaufendem Pürierstab in der Küche stehen möchte, kann man das meiner Meinung nach aber deutlich abkürzen. Solange man im Verhältnis 1 (Milch) zu 2 (Öl) bleibt, kann man das Öl auch direkt komplett hineingeben und dann noch solange aufschlagen, bis eine cremige Konsistenz entsteht (was nach spätestens 10 Sekunden der Fall sein sollte). Ist es noch zu flüssig, einfach noch etwas Öl hinzufügen.

Im Prinzip ist man nun mit dem Grundprodukt fertig. Allerdings sollte man noch abschmecken: Salz, zumindest 1 Prise, ein wenig gutes Olivenöl (nun schadet es nicht mehr), nochmal 1TL Meerrettich nachlegen, Chiliflocken, Kräuter, alles ist im Prinzip denkbar.

Die Aioli haben wir dann auf die Weißbrotinnenseite gestrichen und den ganzen Burger noch einmal für max. 1 Minute auf dem Sandwichgrill gegrillt. Mahlzeit.

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