Weihnachtsburger

Es ist schrecklich. Gefühlt ist man gerade erst aus dem Sommerurlaub gekommen und schon nähert sich das Jahr dem Ende. Konkret: nächste Woche ist Weihnachten und die Zeit fliegt. Für Dreifachfleisch war es ein gutes Jahr – wesentlich produktiver als 2013, wir waren im Fernsehen, in der Zeitung (folgt noch), haben viele Leser dazu gewonnen, viele gute Burger gegessen und noch viel mehr gute Burger zubereitet. In diesem Jahr wollen wir euch aber nicht einfach nur „Frohe Weihnachten“ wünschen, nein, als kleines Dankeschön für eure Treue und euer Interesse an unserem Quatsch haben wir etwas vorbereitet: einen Weihnachtsburger mit gebackenem Camembert, Bacon, Preiselbeeren, Feldsalat und Zwiebelchutney samt Rezept und ein paar leckeren Fotos. Vielleicht kippt bei dem ein oder anderen ja noch der Kartoffelsalat an Heiligabend…

DSC_1295Bevor man dieses Prachtexemplar genießen kann, muss man aber ein bisschen was einkaufen und vorbereiten.

– Buns
– 170g Rinderhack pro Burger
– Bacon
– Camembert
– Mehl, Semmelbrösel, Ei zum Panieren
– Zwiebelchutney (haben wir diesmal gekauft)
– Preiselbeeren im Glas
– 1/2 TL Zimtpulver, 1/2 TL Chilipulver
– Feldsalat
– 200 ml Rapsöl, 100ml Milch (3,5%), 1 Rosmarinzweig für Aioli

Im Versuch haben wir wieder Burgerbrötchen aus Schweden genommen, weil es für uns aktuell wirklich nichts besseres (zu kaufen) gibt. Aus dem Hack haben wir jeweils 170g-Patties geformt und die dann in der Gusseisenpfanne von beiden Seite ca. 2-3 Minuten scharf, aber nicht zu scharf, gebraten – nur mit Salz würzen.

DSC_1257 DSC_1260 DSC_1271 DSC_1284Das Zwiebelchutney kam aus dem Glas aus UK (kann man auch online bestellen und sollte man unbedingt einmal probieren). Die Preiselbeeren haben wir mit Chilipulver und Zimtpulver verfeinert und den Schinkenspeck vom Metzger knusprig ausgebacken.

Ein wenig kreativer waren wir bei den anderen Komponenten. Die Aioli habe ich im Prinzip so zubereitet, wie hier schon diverse Male beschrieben. Allerdings haben wir auf Knoblauch verzichtet und stattdessen nur mit Salz und Rosmarin verfeinert – wir wollten sie nicht so dominant haben und ich hatte Angst, dass sich Knoblauch mit den süßen Toppings beisst.

DSC_1252 DSC_1256 DSC_1285Soweit so gut. Nun aber zur eigentlichen Herausforderung, dem gebackenen Camembert. Den gibt es ja fertig paniert und vorgebacken auch im Kühlregal zu kaufen. Das war uns aber zu einfach, irgendwie muss das ja auch so zu schaffen sein. Also: Camembert in nicht zu dünne Scheiben aufschneiden und eine Panierstraße wie für Wiener Schnitzel vorbereiten, den Camembert dann panieren. Zur Erinnerung: erst in Mehl, dann im Ei, dann in den Semmelbröseln wenden – dann nochmal im Ei, nochmal in den Bröseln. Die Käseschnitzel haben wir in Butterschmalz ausgebacken (ebenfalls wie Schnitzel). Das dauert in etwa 2-3 Minuten von jeder Seite bzw. man muss den Moment abpassen, wo der Käse auf einmal anfängt herauszulaufen. Am besten fettet man die Stücke dann noch auf Küchencrepes ab. Wenn man nun alles vorbereitet und die Buns angeröstet hat, sollte man fix den Burger bauen, damit der Käse nicht abkühlt. Mahlzeit!

DSC_1264 DSC_1267 DSC_1268 DSC_1270 DSC_1278Unser Fazit dazu: eigentlich bevorzugen wir ja den klassischen Burger, aber unser Dreifachfleisch-Weihnachtsburger ist eine richtig gute und vor allem leckere Alternative zum „normalen“ Cheeseburger. Der gebackene Camembert gibt der Sache einen schönen Crunch und passt (natürlich) hervorragend zum Rinderhack, dem Chutney und den Preiselbeeren. Wir wünschen euch jedenfalls guten Appetit, ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start in 2015 – wir würden uns freuen, wenn ihr auch im kommenden Jahr hier vorbeischaut.

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