Burger Buns Bakery

Wir kennen eure und ihr kennt unsere Misere: die Buns.

Supermarkt? Funktioniert einfach nicht. Bei REWE gibt es zwar inzwischen Buns, die den Aufdruck „Brioche“ tragen, der Inhalt ist aber leider nicht wesentlich besser, als der übliche Bröselkloß in Vakuumfolie.

Selber backen? Funktioniert. Aber sind wir mal ehrlich, wenn man spontan Bock auf einen Burger hat, will man nicht erst ewig lang Teig anrühren, gehen lassen und dann backen, nur um dann festzustellen, dass man wieder mal 1g Hefe zu wenig hatte und die Brötchen nur als Frisbee zu gebrauchen sind.

Bestellen? Bisher nur aus Schweden zu empfehlen. Routinemäßig habe ich das Thema aber vorige Woche einmal wieder gegoogelt und bin auf die (deutsche) Burger Buns Bakery gestoßen:

Die Burger Buns Bakery bietet genau das, was unser Name auch verspricht. Du kannst bei uns Burger Buns und Hot-Dog-Brötchen online kaufen – frisch gebacken von einem Handwerksbäcker in Deutschland nach unserem eigenen Rezept. Wir haben eine Vorliebe für gute Burger und Hot Dogs, und um dir das Selber-Zubereiten in den eigenen vier Wänden zu erleichtern, liefern wir frischgebackene Burger Buns direkt zu dir nach Hause. Qualität, hochwertige Zutaten und guter Geschmack zeichnen unsere Hamburger Brötchen dabei ganz besonders aus, denn wir möchten eine gute Alternative zu den bisher im Handel erhältlichen Fertig-Produkten bieten.

Hört, hört, dachte ich mir. Das wäre ja prima, wenn die schmecken würden, dachte ich mir. Also, los, bestellen. Wählen kann man zwischen vier Varianten: Brioche, Classic mit Sesam, Roggen und Vollkorn. Letztere zwei Varianten ließ ich lieber links liegen und bestellte stattdessen eine ordentliche Portion der ersten beiden. Preislich natürlich auf Bäcker-um-die-Ecke-Niveau (ca. 3,50 für 4 Buns, was dann bei ca. 90 Cent pro Buns rauskommt. Vergleichbar mit den guten Industrie-Schwedenbuns, von daher ist der Preis durchaus vertretbar.

Einen Tag später bekam ich eine E-Mai, dass die Buns nun für mich gebacken würden (wie romantisch <3) und dann am kommenden Tag versendet werden. Wiederum einen Tag später hatte ich ein großes Paket vor der Tür. Bestellung und Versand hat also reibungslos geklappt.

Hektisch geöffnet, duftete es aus dem Paket tatsächlich nach frischen Buns. Diese kommen in Plastiktüten eingepackt und sind gut gepolstert verstaut, so dass nichts zerdrückt oder verknatscht war. Praktisch, denn so konnte ich den größten Teil direkt in den Tiefkühlschrank werfen und für später aufheben. Ein erster Drucktest war zufriedenstellend: soft und scheinbar nicht zu teigig.

Ein Blick auf die Zutaten erfreute übrigens auch: kein Quatsch drin.

Da die Buns laut beiliegendem Infoblatt bis zu fünf Tage nach Produktion frisch aufbewahrt und verzehrt werden können (ehrlich gesagt keine Ahnung, ob das eine Art MHD sein soll oder einfach nur eine Empfehlung, aber solang nichts schimmelt, kann man so ein Brötchen natürlich auch außerhalb der TK aufbewahren), konnten wir mit dem eigentlichen Probieren sogar bis zum Wochenende warten.

Die Anleitung empfiehlt , die Buns aufzuschneiden, zu buttern und in der Pfanne zu rösten. Der Tipp ist ok, aber mal ehrlich: wer hat entweder ne riesige Pfanne für 8 Brötchenhälften bei 4 Burgern oder Bock, das alles nacheinander zu machen? Niemand, oder? Also, unsere Empfehlung: Gitterrost aus dem Backofen, Buns mit der Schnittfläche nach oben drauf und für ca. 1 Minute bei Grillfunktion in den Ofen. Aber nicht aus den Augen lassen, denn sobald die Ränder dunkel werden, sollten die Buns raus.

Und wie schmeckts? Ich muss zugeben, der erste Happen von einem ungerösteten Buns war eher durchschnittlich. Es wirkte zunächst etwas trocken, was ich aber auch an den 2 Tagen Lagerung festgemacht hätte. Zu dem Zeitpunkt war das aber trotzdem schon Lichtjahre besser, als alles, was es im Supermarkt gibt.

Ist aber eigentlich auch egal, wie die pur schmecken, denn wer isst schon Buns ohne irgendwas. Also, geröstet, Burger gebaut und dann? Jau, dann waren wir wirklich sehr sehr zufrieden. Die Buns sind fluffig, nicht zu kompakt aber doch so gut strukturiert, dass sie vom ersten Biss bis zum letzten Biss dem saftigen Rest Paroli bieten konnten. Sie sind also nicht in die Knie gegangen und bei der Hälfte des Burgers auseinander gefallen. Geschmacklich passt die Sache auch. Kein penetranter Hefegeschmack, keine Dominanz gegenüber dem Fleisch und das „etwas trocken“ war dann im Gesamteindruck auch weg. Ein klein wenig süßer könnten sie für unseren Geschmack zwar sein, aber hier muss ich fairerweise gestehen, dass wir zunächst die Classic Buns probiert haben und Brioche ins TK wanderte. Laut Beschreibung haben die nämlich „eine leichte dezente Süße und erinnern an ein Milchbrötchen“. Und obendrauf: optisch wirklich hübsch.

Ohne Mist, so sollten Buns sein. Probiert es aus, es lohnt sich!

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