„Lecker“ Burgerbuns

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jan (dff) – Es ist ein alter Hut: unsere fast fetischistische Suche nach dem perfekten Burgerbrötchen. Für gewöhnlich halte ich wenig von Rezepten in Kochzeitschriften (Kochzeitschriften… ein weiterer Fetisch) oder Büchern, weil es a) entweder nichts Neues bietet und ich die „Fehler“ vorab erkenne oder weil es b) kuriose und nicht praktikable Zubereitungen voraussetzt. Zudem bin ich inzwischen sowieso der Meinung, die fast perfekte Rezeptur gefunden zu haben. Da ich dennoch immer Augen, Ohren und Magen offen halte – man weiß ja nie -, fand ich in der neuen Lecker (Nr 3, März 2014, S. 10), in der es unter anderem um ein paar weitere amerikanische Gerichte geht, eine für mich durchaus interessante Zubereitung – mit Schmand.

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Grundsätzlich werden die Buns in etwa so zubereitet, wie die klassischen Potato-Rolls, die wir bereits umfangreich getestet haben: man bereitet zunächst einen Kartoffelbrei zu, der die Basis für den Teig bildet. Auch in diesem Rezept wird es authentisch mit richtigen Kartoffeln gemacht, dann muss man aber darauf achten, dass der Brei richtig cremig gerührt wird, sonst hat man Kartoffelstücke im Brötchen – vielleicht mag man aber gerade das. Für 8 Brötchen wird in diesem Rezept (im „Original“) nur 2 EL Zucker zugefügt, ich würde zu mindestens 3 raten, da ich die Buns gerne etwas süßer mag. Der Clou ist hier dann wie gesagt der Becher Schmand, den man statt Milch zum Teig gibt. Und ja, korrekt, außer ein wenig Milch am Brei nimmt man sonst keine Flüssigkeit.

Wenn man sich streng an das Rezept hält, kommt ein relativ geschmeidiger Teig heraus, den man vielleicht zunächst etwas zu klebrig findet. Hier darf man dann nicht schwach werden und weiter Mehl zufügen, das macht die Buns nur kompakter. Alles in allem war ich mit dem Endergebnis ziemlich zufrieden: sehr weiche, süße und gut aufgegangene Buns, die sich im Mund nicht verfünffachen (was bei selbstgemachten Buns öfters einmal passiert). Allerdings waren wir etwas in Eile und hatten keine Zeit mehr, die Innenseite anzutoasten – dies sollte man mit diesem Rezept unbedingt beachten, denn wenn man es nicht tut, „suppt“ die Unterseite schnell durch (falls dies jemanden stört). Ansonsten ein weiteres gutes Rezept:

Kartoffelbrei aus 2 weichkochenden Kartoffeln, 1 EL Butter, 2 EL Milch und etwas Muskat cremig rühren. Auskühlen lassen, 1 Pkg. Trockenhefe, 1 Becher Schmand (knapp 200ml), 1 EL Öl, 2 Eier und 3 EL Zucker unterrühren, dann schrittweiße insg. 450g Mehl unterkneten, bis der Teig geschmeidig ist. 45 Minuten gehen lassen, durchkneten, zu 8 Brötchen formen und auch diese nochmal ein paar Minuten gehen lassen.  1 Ei und 1 EL Milch verquirlen und Brötchen damit glasieren, dann ca. 20 Minuten bei 200 Grad Umluft backen und dann gut auskühlen lassen. Aufschneiden, mit Butter bestreichen, kurz anrösten und los gehts!

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The Bird – Berlin

testFelix (dff) – Ein weiterer Burgertest war längst überfällig – deshalb machten wir uns auf in die Bundeshauptstadt, um dies zu ändern. Es ging auch darum zu prüfen, ob die Berliner, wenn sie schon keinen Flughafen bauen können, zumindest in der Lage dazu sind, einen überzeugenden Burger zu grillen. Doch gerade in Berlin gilt: Je größer das Angebot, desto schwieriger die Entscheidung. Glückliche Umstände führten uns dann in den amerikanisch-dominierten Burgerladen „The Bird“. Ich kannte bereits die Dependance in Hamburg, wollte aber das Original in Berlin nochmal persönlich begutachten. Denn über Mund-zu-Mund Propaganda war mir bis dato ausschließlich positives zu Ohren gekommen.

The Bird
Am Falkplatz 5
10437 Berlin
http://www.thebirdinberlin.com/

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Newsslider 2.13

Vorankündigung „Dreifachfleisch Burger Clash Vol.1“

Auf Facebook habe ich es schon angekündigt, aber bevor es dort verloren geht und bevor es auch noch nicht offiziell gestartet wurde: Wir werden sehr bald einen Burger Clash für alle interessierten Burgerkünstler „veranstalten“. Was das ist? Wir geben ein Thema und wahrscheinlich eine Zutat vor und jeder der teilnimmt, interpretiert die „Aufgabe“ individuell mit Fotostrecke und Rezept. Daraus machen wir dann ein Special im Blog. Ob es auch einen Gewinn gibt, weiss ich noch nicht, denn dann bräuchten wir eine unabhängige Jury, da WIR auch gerne teilnehmen möchte. Bei Interesse daran einfach eine Mail an jan@dreifachfleisch.de schicken…

The Best Burgers…?

Was wir hier in Deutschland machen, macht in den USA ja fast jeder: DEN Burger finden. Die Läden, die von Zagat (ein Restaurant-Guide) gelobt werden, haben dann dabei oft den Ruf, schon nicht mehr „cool“ zu sein, sondern im Mainstream angekommen zu sein. Macht ja eigentlich nichts, solang die Burger gut sind. Und so finden sich unter den „Best Burgers in 25 Citys“ auch 2 Läden, die ich persönlich kenne (Burger Joint in NYC und Burger Stand in Lawrence) und die DEFINITIV gut sind.

Two Nights Only

Neben all den großen Burger Events die es in den USA, UK und inzwischen auch in deutschen Großstädten gibt, finde ich die „Two Nights Only“ Idee aus London am coolsten. Prinzip: exklusive Burger werden einer exklusiven Burgergruppe serviert (mit Tickets!)… vielleicht wäre das auch mal eine Idee für uns 🙂

Kein Hunger auf McDonalds?

Rein zufällig kommt die Nachricht einher mit jüngsten Lebensmittelskandalen (von denen McDonalds bisher nicht betroffen ist), und doch: in einem starken Markt verliert McDonalds Kunden und wird in Deutschland rückläufige Besucherzahlen verbuchen. Allerdings wird weiterhin gut verdient, weil  die Preise erhöht wurden. Ich denke mir natürlich meinen Teil dazu, nämlich dass Preis und Kundenschwund sicherlich zusammenhängen, denn ich persönlich bin soweit, dass Preis/Leistung mich von einem Besuch bei McDonalds abhalten. Zum Vergleich: für 500g Hackfleisch vom Metzger und weitere Zutaten (Mehl, Eier, Milch, Hefe für Brötchen, Salat, Zwiebeln, Ketchup, Käse) zahle ich insgesamt wenn es hochkommt 10 Euro, eher weniger. Daraus mache ich 5-6 Burger. Bei McDonalds bekomme ich dafür 2 BigMacs.

Burgerdeko

Neben Tests, Rezepten und Rezensionen gibt es hier ja auch gerne immer mal wieder praktische Lebenstipps. Damit man den Alltag bewältigen kann. Und so. Also, hier einer dieser nützlichen Hinweise, denn vor kurzem haben wir unsere Küche mit einem Vintage-Emailleschild verbessert (sollte jemand ähnliche Dinge kennen, her damit!!):

Zu kaufen gibt es das schöne Stück u.a. bei Amazon.

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Newsslider 1.13

Zugegeben, hier ist es momentan etwas ruhig(er) geworden. Der Masterplan 2013 sieht vor, dass sich das auch schnell wieder ändert und wir abgesehen von diversen Städten auch die Region Frankfurt (noch) weiter ausleuchten. Heute jedenfalls erstmal wieder ein paar interessante Links/Neuigkeiten aus der Burgersphäre.

Die Wunderwelt der Tiefkühlkost

Zwar nicht in Deutschland, aber die irische Lebensmittelaufsicht hat in TK-Patties großer Ketten (Tesco, Aldi, Lidl) Spuren von Pferdefleisch bzw. -DNA gefunden. Wenn die Kühe dort keine Pferde gefressen haben, dann war das wohl Absicht und ist ziemlich bedenklich. Zwar nicht gesundheitlich, aber mindestens ethisch, denn abgesehen davon, wie man zum Verzehr solcher „Sorten“ steht, sollte es wenigstens deklariert sein, wenn es drin ist. Ich will nicht behaupten, in Deutschland wäre ähnliches im Handel, aber auf Nummer sicher geht man wohl (hoffentlich) nur, wenn man sein Fleisch beim Vertrauens-Metzger erwirbt.

Dazu passend erinnere ich mich gerne daran, wie groß Ende der 90er Jahre der BSE-Aufschrei in Europa war. Nun jedenfalls hat die EU beschlossen, dass die Gefahr (?) wohl gebannt ist und sie präventive Tests nicht mehr subventioniert. Davon kann man nun auch halten was man will, zumal hierzulande immer noch teilweise getestet wird, aber da fragt man sich dann doch, ob Geld nicht wieder an den falschen Stellen gespart wird, denn dass sich „alle Beteiligten an die Vorschriften halten“, ist wohl Utopie.

Prioritäten beim Bruch

Danach jetzt erstmal etwas zum Lachen: In Bayreuth brach ein Hungriger in einen Burgerladen ein, entwendete aber kein Geld, sondern belegte sich lediglich einen Burger. Meiner Meinung nach hat er definitiv die richtigen Prioritäten, aber hoffentlich war es der Fastfood-Burger wert. Höflich war er jedenfalls, denn „er habe die Beamten bei dem Einsatz am Dienstag vielmehr gefragt, ob sie auch hungrig seien.“ Ich frage mich, ob es sich dabei um unseren Dreifachfleisch-Felix handelt oder ob er wenigstens daran beteiligt war.

Burger Land

Dass die USA „Burger Land“ #1 sind, ist unbestritten. Trotzdem dürfte die seit einiger Zeit in den USA laufende gleichnamige Show (wenn man sie denn irgendwie empfangen/anschauen kann) ziemlich interessant sein. George Motz war schon der Macher hinter (Buch/Film) „Hamburger America„. Vielleicht haben wir ja Glück, und die Show kommt irgendwann ähnlich wie Man vs. Food auf einem deutschen Spartensender. Dann muss man sich nicht mehr mit Ausschnitten begnügen…

Burgers are Good

Und nochmal Motz: ein kurzes Video vom Meister und seiner Art der Burgerzubereitung. Im Wesentlichen eigentlich nichts neues, aber die Idee mit den Zwiebeln ist ein interessanter Ansatz, den ich auch mal ausprobieren muss…

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Rach&Ritchy – Das Grillhaus

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Man glaubt es kaum, aber, doch, wir haben uns mal wieder um „fremde“ Burger gekümmert. Und zwar nicht im Rhein-Main-Gebiet, sondern an der Waterkant in der Hansestadt Hamburg. Da Hamburg als „Szene“stadt, die zwar keine genauso große Burgerlandschaft wie Berlin oder Frankfurt hat, durchaus ein paar bekanntere Läden hat (u.a. auch das Bird, welches in Berlin groß geworden ist), fragte ich mich vorab, was es denn sein soll. Und wir entschieden uns entgegen den bisherigen Gewohnheiten für den Gegenkurs und wählten ein Up-Scale-Restaurant aus, um herauszufinden, ob im Endeffekt dann doch Geld glücklich machen kann:

Rach&Ritchy – Das Grillhaus
Holstenkamp 71
22525 Hamburg
Tel: 040 89726170
www.rach-ritchy.de

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Mein Burger des Jahres: 2013

Mit Erschrecken realisierte ich die relative Dreifachfleisch-Ereignislosigkeit im Jahr 2013. Zwar war einiges geplant, aber aus Zeitmangel und dem allgemeinen Trubel wurde dann aus Vielem nichts. Was nicht heißt, dass es keine Burger gab: ganz im Gegenteil. Wir haben viel probiert und experimentiert, allerdings meistens in den eigenen vier Wänden. Das mag daran liegen, dass wir „vor der Haustür“ schon einiges probiert haben und allein schon der Weg nach Frankfurt doch meistens zu umständlich ist. Jedoch ist es so, dass ich Besserung gelobe und hier zumindest von meinem Burger des Jahres, vielleicht Burger meines Lebens, berichten möchte. Inspiration dafür nahm ich aus einer meiner Pflichtlektüren, der Beef, wo in fortlaufender Reihe mehr oder weniger bekannte Personen die „Flasche ihres Lebens“ vorstellen, sei es Wein, Bier, Whisky oder ähnliches.

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Milchbrötchen

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Mittlerweile dürfte bekannt sein, dass wir nicht mehr nur auf der Jagd nach dem perfekten Burger sind, nein – womöglich habe ich eine noch größere Obsession entwickelt, das perfekte Bun zu finden, oder, noch besser, selbst zu erschaffen. Varianten mit Kartoffeln und Ei habe ich schon ausprobiert, nun war es Zeit, Milchbrötchen zu backen. Das Rezept fand ich bei Chefkoch.de, bzw. die meisten Rezepte für Milchbrötchen sind recht ähnlich, von daher dachte ich, man kann sowieso nicht viel falsch machen.

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Rachael Ray – The Book of Burger

Zugegeben, die Zahl der Rezensionen ist hier bislang eher schmal. Das mag daran liegen, dass der deutsche Burgerliteraturmarkt eher dünn besät ist, soll aber kein Hindernis sein. Künftig will ich versuchen, doch einige Bücher vorzustellen. Den Anfang macht hier nun ein Titel von Rachael Ray, „The Book of Burger“, den ich zufällig im Internet gefunden habe. Er fiel mir in die Hände, als ich die Hoffnung hatte, ein umfassendes Werk, eine Art „Bibel“ für Burger zu finden, die von Geschichte, Entwicklung, Rezepten über Drive-In-Culture alles beinhaltet, was man wissen muss.

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König des Waldes


Es kann nicht immer nur Rindfleisch sein. Ach doch, eigentlich schon. Trotzdem haben wir uns Gedanken gemacht und im Labor einen etwas anderen, etwas teureren Burger entwickelt. Mit Hirsch. Und anderen ausgewählten Zutaten: Potato-Buns, Rosmarin-Aioli, karamellisierten Zwiebeln, mildem Käse. Mehr nicht. Warum? Weil es reicht! Hirsch ist geschmacksintensives Fleisch, das man nicht mit tausend anderen Dingen zuklatschen sollte. Respekt vor dem Eigengeschmack, Respekt vor dem Tier. Und so entstand einer unserer bisher besten Burger…

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Burger Baby, baby!


Alle Wege führen nach Frankfurt. Könnte man meinen, wenn man diesen Blog liest. Aber es gibt eben so viele Locations in ‚Mainhattan‘ und nie irgendwann werde ich alle getestet haben. Um diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen, schaute ich bei einer Braterei, die im World Wide Web bisher ziemlich gefeiert wurde, vorbei:

Burger Baby
Höhenstraße 24
60385 Frankfurt am Main
www.burgerbaby.de

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